Solid State Drive Speicherplatten (kurz: SSD) unterscheiden sich von einer herkömmlichen HDD-Festplatte (Abk. für: Hard-Disk-Drive) technisch vor allem dadurch, dass in ihnen sogenannte Halbleiterbauteile verwendet werden, die an sich unbeweglich sind.
Dagegen funktionieren die noch überwiegend gebräuchlichen HDD-Festplatten auf magnetischer und mechanischer Basis. Diese unterschiedliche Bauweise wirkt sich auf allerlei auch für den Normalverbrauch wichtige Faktoren aus.
Die Benennung “Solid State” kommt aus dem Englischen und heißt so viel wie „Festkörper“ (das “Drive” in dem Namen, das eigentlich „Laufwerk“ bedeutet, hat keine weitere Bedeutung für die Platte und ist genau genommen sogar falsch, da darin nichts „läuft“).
Zum Einen sind die SSD-Platten aufgrund ihrer Festbauweise wesentlich stabiler und erschütterungsresistenter. Dieser Vorteil macht sich insbesondere unterwegs in Auto, Bahn oder Flugzeug bemerkbar. Aus diesem Grund gehen sie auch dann nicht so schnell kaputt wie die normalen Magnet-Platten, wenn sie mal auf den Boden fallen. Außerdem arbeitet die SSD aufgrund ihrer unbeweglichen Bauteile auch völlig geräuschlos.
Zum Anderen zeichnen sich die SSDs vor allem durch ihre im Vergleich zu HDDs signifikant hohen Lesegeschwindigkeit aus. Während die Solid-State-Disks mit einer Zugriffszeit von gerade einmal 0.1 Millisekunden aufwarten können, sind die Hard-Disk-Drives mit etwa 10 Millisekunden um etwa das 100fache langsamer. Das wirkt sich am Ende auf sämtliche Programme, Betriebssysteme und Dateien aus, die auf der Karte gespeichert sind. Kurz: Der ganze PC bootet und läuft mit einer SSD wesentlich schneller als mit einer normalen Festplatte.
Auch beim Schreiben auf den Datenträger ist ein SSD um das zwei- bis zweieinhalbfache schneller als ein HDD, was sich gerade bei größeren Datentransfers schnell bemerkbar macht.
Und für diese vergleichsweise hohe Leistung benötigt ein SSD auch noch viel weniger Strom als ein HDD, ist also letztendlich auch kosten- und umweltschonender.
Allerdings kosten die Turbo-Platten nach wie vor deutlich mehr als herkömmliche Festplatten, zudem sind sie längst noch nicht in vergleichbaren Größen im Handel erhältlich. Um das Betriebssystem eines Desktop-PC’s auf Touren zu bringen, lohnt sich der Kauf eines SSD dennoch. Das Laufwerk (das keines ist) kann ohne Weiteres in einen Tower eingebaut werden und damit die schon vorhandene HDD-Platte durch ihre zahlreichen Vorteile unterstützen.
Zum Beispiel können größere und speicherfressende Programme auf der SSD Festplatte gelagert werden, während Musikdateien, Bilder usw. (alles, was nicht unbedingt auf Hochgeschwindigkeit laufen muss) auf der alten Festplatte bleiben können.
Und über kurz oder lang werden die SSDs die Hard-Disk-Drives wohl auch im Massenspeichergeschäft überholen. Die Entwicklung der vergangenen Jahre (schneller, größer, günstiger) spricht deutlich dafür.
